



U7 – Die Linie als bewegte Spur im Raum
Die Zeichenkonturen entstammen einer U-Bahnfahrt und bilden auf einem fortlaufendem Papierband den überirdisch imaginierten Stadtraum ab. Damit ohne Pause gezeichnet werden kann, wird eine bewegliche Zeichenmaschine genutzt. An ihr sind zwei Spulen befestigt, die man per Hand drehen kann. Das Papierband läuft über der Zeichenunterlage von einer Spule zur anderen. Die Zeichnerin „befindet sich“ mental in Bewegung, und zwar im Stadtraum über der U-Bahn-Linie. Der Stadtraum über der U-Bahn zeigt sich ihr in Form von dahin rasenden Bildern in der Vorstellung. Diese Bilder entspringen vergangenen Wahrnehmungen. Aus der Erinnerung werden sie in das Jetzt projiziert und durch die Zeichnung visuell fixiert. Die Zeichnerin beweget sich in einem Als-ob-Modus und lässt eine zusammenhängende Linie entstehen. Die Zeichnung bleibt als Spur des Erlebten und als Notiz von imaginiert Faktischem.
Experiment, Zeichnungsspur
Teil der Reihe Sinnesausflüge: Erlebniszentrierte Settings zu Raum- und Zeitwahrnehmung
2013–dato










